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Details zum Piercen, den Materialien und deren Eigenschaften Das Wort stammt aus dem Englischen. Übersetzt heißt to pierce durchbohren, durchstechen. Im engeren Sinn versteht man darunter Körperschmuck, den man in Form einer Hantel oder eines Rings, je nach Gusto, prinzipiell an jeder beliebigen Körperstelle implantieren kann. Wie der Bezeichnung bereits zu entnehmen ist, braucht der heute erhältliche Schmuck eine
Eintritts- und eine Austrittsstelle. An der Stelle des Austritts befindet sich der Verschluss. Der Stift ist meist etwas gebogen oder hat die Form eines Rings, der Verschluss wird in der Regel aufgeschraubt.
In meiner Praxis pierce ich ausschließlich Titan, genauer gesagt Titan Ti6AL4V ELI-Titan der Güteklasse 23, kurz 23er-Titan. 23er-Titan ist weltweit, sogar von der ISO Schweiz und der ASTM in den Vereinigten Staaten, für den unbegrenzten chirurgischen Einsatz zugelassen, also auch für Implantate bei Herzschrittmachern, Bypässen und allen anderen chirurgischen Gebieten, auf denen Fremdkörper in menschliches Gewebe eingesetzt werden.
23er-Titan hat von der nach strengsten Richtlinien beurteilenden US-amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA den Status ´F´ für medizinische Geräte verliehen bekommen. Es existiert weltweit kein höherer Qualifikationsstatus! Es ist resistent gegen Korrosion sowie das Ausdiffundieren von Legierungselementen. Es wiegt ungefähr nur die Hälfte von Niobium und ist wesentlich härter, was sich in der dauerhaften Farbbeständigkeit positiv niederschlägt. Auch anodisierend koloriertes Titan eignet sich für Erstpiercings verwendet werden. Gold und hochwertiges Silber gehen natürlich auch, sind aber weitaus kostspieliger. Dass Titan nicht farblos sein muss, zeigt das folgende Foto, das ich Piercingland entwendet habe. Sie werden mir verzeihen, denn ich werbe hiermit für sie. Wir beziehen unseren Erstschmuck ausschließlich von dort, da Preis, Qualität und Zuverlässigkeit stimmen.
Tipps zur Pflege der bereits eingesetzten Piercings gibts auf der Seite Körperpiercing! Download Pflegeanleitung

Der Schmuck durchdringt Haut und Unterhautfettgewebe, nie Knorpel oder Knochen, da hier die Infektionsgefahr zu groß wäre. Der Stift hat einen Durchmesser von 1-2 (-4)mm, im Laufe von ca. 6 Wochen wird der Stichkanal im Idealfall von Haut ausgekleidet (z.B. am Ohrläppchen) oder es bildet sich ein von Bindegewebe ausgekleideter Kanal, wie beim Nabel- oder Brustpiercing. Bei letzteren stehen die Chancen, dass der Kanal nach dauerhafter Entfernung des Schmucks ohne wesentliche Spuren zuheilt, relativ gut. Bei kurzem Gang, wie am Ohrläppchen, besteht das Loch in der Regel lebenslang . Ob der Gang zuheilt, hängt neben seiner Länge wesentlich davon ab, über welchen Zeitraum ein Stift darin gelegen hat . Als Faustregel gilt, dass die Angelegenheit nach 4-6 Wochen dauerhaften Charakter annimmt. Wer das nicht möchte, sollte den Schmuck nach längstens vier Wochen entfernen oder sich vollends für non- piercing- Schmuck (letztes Bild) entsc heiden. Dabei handelt es sich um ringähnliche Schmuckstücke, die an Nasenflügel, Lippe oder Ohr aufgeklemmt werden, und nur die Illusion erwecken, als seien sie martialische Erzeugnisse.
Viel Spaß!
Anwendungsbeispiele:
Nasenflügel
Die Platinhantel ist im Preis enthalten. Sie wird wahlweise mit oder ohne örtliche Betäubung mit dem eben vorgestellten Schussaparat applizieret. Durch die Schnelligkeit dieses Vorgangs dauert der schlimme Schmerz nur sehr kurz, so dass hartgesottene Naturen auf die Betäubung verzichten. In jedem Fall jedoch schmerzhafter, als Ohrpiercing.
Nabel
Wohl das beliebteste Piercing überhaupt. Nach örtlicher Betäubung spüren Sie nichts mehr, wenn der Hantel eingeführt und gesichert wird.
Polypiercing
Diese junge Dame hat sich gleich drei Piercings gegönnt. Nasenflügel, Unterlippe und Ohrmuschel. In diesem Fall ist jedoch ein bisschen geschummelt, da es sich um “non- piercing- Schmuck” handelt, der nur
aufgeklemmt und nicht gesteckt wird. Auch mal ein netter Gag für die Party.
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